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Für eine gerechtere Welt

Friedensfachkraft für Burundi

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Friedensfachkraft für Vernetzung / Advocay in einem Mediations- und Versöhnungsprogramm (Burundi)

Beschreibung des Arbeitsplatzes:
Die ausgeschriebene Stelle komplettiert ein Programm, das seit fünf Jahren in 12 Kommunen Burundis eine Vielzahl von Friedenskomitees auf lokaler und kommunaler Ebene unterstützt. Zur Zeit bestehen neben dem Projektsitz in Gitega drei Außenstellen des Programms. In der Zentrale arbeiten neben dem einheimischen Projektleiter und weiteren KollegInnen auch zwei Friedensfachkräfte für Projektmanagement / Konfliktbearbeitung so wie für den qualifizierten Umgang mit Traumatisierten. In Anbetracht der erworbenen Kompetenz in breitenwirksamer friedenspolitischer Basisarbeit wurde in der Landeshauptstadt ein Verbindungsbüro eingerichtet, um Anliegen der Friedenskomitees auf nationaler Ebene einzubringen. In dieser Außenstelle in Bujumbura arbeitet neben der FFK auch ein einheimischer Homologe.

Aufgaben:

  • laufendes Management des Verbindungsbüros in Bujumbura;
  • Kontaktaufbau, Informationssammlung und –aufbereitung zu den Themen Demobilisierung und Reintegration, Transitional Justice, Bodenrecht, Nothilfe und Entwicklungszusammenarbeit;
  • Initiierung und Begleitung des Informationsaustauschs zwischen Projekt / Friedenskomitees und nationalen Programmen, Organisationen und Medien zur planvollen Vorbereitung und Begleitung der Rückkehr von Flüchtlingen, Binnenvertriebenen und Gefangenen vor Ort;
  • Dokumentation und Aufbereitung von Zeugenaussagen, Versöhnungs- und Verhandlungsprozessen zur Information der mit transitional justice und Landrecht befassten Organe und Programme über Chancen und Risiken bestimmter Gesetze und Verfahren im Falle der Umsetzung auf lokaler und kommunaler Ebene;
  • Diskussion und Austausch mit anderen befassten zivilgesellschaftlichen Akteuren, Erarbeitung gemeinsamer Positionen;
  • begleitende Öffentlichkeitsarbeit in der Hauptstadt;
  • Unterstützung des Projektpartners bei der Einflussnahme auf die Ausgestaltung nationaler Programme, Gesetze, Curricula, Fortbildungsinhalte, Aufgabenbeschreibungen und Performanzkriterien öffentlicher Bediensteter;
  • Rückkopplung verabschiedeter Gesetze, Programme und Strukturen an Projektteam und Komitees; Begleitung einer angemessenen Strategieentwicklung (von der Erleichterung der lokalen Umsetzung bis hin zu Präventivmaßnahmen im Falle schlecht konzipierter Gesetze);
  • Nutzung von Massenmedien im ländlichen Raum zur Aufklärung der Bevölkerung über aktuelle Entwicklungen bei den genannten Themen und ihre Bedeutung für die Bevölkerung;
  • Informationsaustausch mit Programmen und Projekten verwandter Thematik (Fortbildungsmaterialien, Einladung zu Veranstaltungen, Abstimmung bei Aktivitäten im selben Distrikt);
  • Ansprechpartner für die deutsche Botschaft, die ZFD-Abstimmungsstelle in Bujumbura  so wie andere ZFD-Vorhaben in Burundi und dem Gebiet der großen Seen im Interesse von Abstimmung und Kohärenz


Standortinformationen Bujumbura:

  • Sicherheit: Kfz-Nutzung generell empfehlenswert; Nachtfahrten Bujumbura-Gitega sollten vermieden werden;
  • Klima: Ganzjährig Minima um 17, Maxima um 30 Grad. Kurze Trockenzeit Juni-August.
  • Gesundheitsversorgung: Es gibt größere private Kliniken, die die gängigen (insbesondere tropischen) Krankheiten behandeln und relativ gut ausgestattet sind. Einige im Norden ausgebildete Ärzte.  Kompliziertere Operationen in Kigali oder Nairobi (direkte Flugverbindung)
  • Einkaufsmöglichkeiten: Lebensmittel, auch frische, so wie Kleider und Alltagsgegenstände ausreichend vorhanden.
  • Erreichbarkeit: Internationaler Flughafen, gute Straße zur Projektzentrale (einige Stunden)
  • Schulen: Eine belgische und eine französische Schule mit annähernd europäischem Standard. Weitere drei weitere internationale Schulen mit solidem Niveau. Vorbereitung aufs Belgische und französische Abitur (Prüfungen im Ausland!). Schulbeginn Anfang September.  Anmeldung im Prinzip jederzeit möglich.
  • Sonstiges: Die „International Community“ ist  vielseitig vertreten (Botschaften, internationale NRO und Berater sowie die UN).

Wir bieten

  • einen ca. dreijährigen Entwicklungshelfer-Vertrag* (Übersicht zu den Leistungen hier zum download); umfangreiche geldwerte Nebenleistungen beachten!);
  • einen gestaltbaren und abwechslungsreichen Arbeitsplatz;
  • ein anspruchsvolles und interessantes Arbeitsfeld mit vielfältigen Kontakten auf der „Mikro“- wie  „Makro-Ebene“;
  • in engagiertes, kooperatives Team aus einheimischen und ausländischen KollegInnen.
    * Auf Grund der Finanzierungssituation des Projekts steht der Vertrag ab Mitte 2011 unter Finanzierungsvorbehalt. Eine rechtzeitige Verlängerung ist jedoch sehr wahrscheinlich.


Wir erwarten

  • einen relevanten Studienabschluss (z.B. Politikwissenschaft, Soziologie, Psychologie, Verwaltungswissenschaften mit friedens-/entwicklungspolitischem Schwerpunkt oder entsprechende  Aufbaustudien / Weiterbildungen);
  • gute Kenntnisse in Konfliktanalyse und Ziviler Konfliktbearbeitung;
  • gute Kenntnisse der Arbeitsweisen staatlicher Stellen, extern finanzierter Entwicklungsprogramme so wie von NRO-Projekten und Medien;
  • sehr gute Französischkenntnisse. Englischkenntnisse wünschenswert;
  • berufliche Erfahrung mit entwicklungspolitischer Arbeit; möglichst mit Afrikabezug;
  • Arbeitserfahrung in Entwicklungsländern;
  • Eigeninitiative bei Respektierung der Standardaufgaben;
  • gute Kommunikationsfähigkeit mit Menschen aus sehr unterschiedlichen Kontexten;
  • gutes Selbstmanagement und Übersicht auch bei starkem Arbeitsanfall.

Bitte senden Sie Ihre Bewerbungsunterlagen (Anschreiben, Lebenslauf,  relevante Arbeitszeugnisse) bis 30. August per E-Mail an auslandsbereich@wfd.de . Interviews finden voraussichtlich in der ersten Septemberhälfte statt. Bitte geben Sie an, auf welchem Weg Sie von der Ausschreibung erfahren haben. Eingeladene BewerberInnen erhalten vor dem Termin genauere Informationen zum Projekt.

Informationen zu den Leistungen des WFD an KooperantInnen: pdf zum download


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