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Für eine gerechtere Welt

Senegal: Umweltbildung im Projekt ENDA PRONAT

„Wir möchten nicht, dass unsere Jugend auf der Suche nach einem besseren Leben nach Europa abwandert, um dort zu stranden. Wenn die Kinder von klein auf  lernen, wie man von der Landwirtschaft leben kann, ohne die natürlichen Ressourcen zu zerstören, ist das ein Pfand auf eine bessere Zukunft.“ Demba Bâ, Vorstizender der Bauernunion von Guede

Ein Schwerpunkt des WFD-Projekts mit dem Partner ENDA PRONAT ist die Umwelterziehung an den Schulen.

Das Umweltaktivitätenprojekt gehört zum nationalen Bildungsprogramm. Es verfolgt diese Ziele:

  • Durch konkrete Aktionen sollen die zukünftigen Staatsbürger über die Gefahren, die ihre Umwelt bedrohen, informiert und geschult werden.
  • Sie werden dazu gebracht, gemeinsam Maßnahmen zur Rettung der Umwelt und zur Verhaltensänderung herauszufinden und zu ergreifen.
  • Über die Kinder wird die Aufmerksamkeit der Eltern auf die gleichen Umstände gelenkt. Im Ergebnis werden die Erwachsenen dafür sensibilisiert, der Umweltzerstörung in Zukunft vorzubeugen und Problemlösungen zu finden.

Das Projekt umfasst drei Teile:

  • Gemüse: Im Schulgarten wird Gemüse angebaut. Dabei werden die SchülerInnen in Techniken zur Verbesserung und zum Schutz des Bodens, in den Anbautechniken und in der Verwaltung unterwiesen.
  • Wiederaufforstung: Die Schulumgebung wird geschützt, indem eine Lebendhecke um den zweiten Schulsitz gebaut und dort Schattenspender gepflanzt werden. Ziel ist es, die SchülerInnen in den Grundlagen der Forstwirtschaft zu unterweisen.
  • Anlegen von grünen Flächen in der Schulumgebung: Die Schule wird verschönert, indem dekorative Pflanzen angepflanzt werden.
  • Diese Aktivitäten werden bereits an 3 Pilotschule in Guédé erfolgreich in den Unterricht integriert und spielen auch in den Naturwissenschaften, im Sprachunterricht und im Fach Sozialkunde eine Rolle.

Mittlerweile gibt es ein Reseau Ecologique, ein ökologisches Netzwerk, dem sich 12 Schulen – Grundschulen und weiterführende Schulen – der Region angeschlossen haben. Die durch Lehrer entwickelten pädagogischen Materialien werden der städtischen Schulverwaltung zur Verfügung gestellt und sollen in den nationalen Lehrplan integriert werden.