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Für eine gerechtere Welt

Musiktherapie in Palästina

Gemeinsam mit der Partnerorganisation Al-Mada for Art based Community Development wird seit 2009 ein Musiktherapiezentrum in Ramallah in den palästinensischen Gebieten aufgebaut.

Seit Beginn der zweiten palästinensischen Intifada Ende September 2000 hat sich aufgrund der darauf folgenden israelischen Aggressionen – sowohl psychologischer als auch physischer Art – gegen die palästinensische Bevölkerung die Zahl der Kinder und Jugendlichen in den Palästinensischen Gebieten, die Anzeichen von Traumatisierung aufweisen, dramatisch erhöht. Untersuchungen zu Folge wird es einer Großzahl von ihnen nur mit Hilfe einer langfristigen Therapie gelingen, die negativen psychosozialen Effekte zu überwinden.

Ziel des ZFD- Projektes von Al-Mada und dem WFD ist es, die gesellschaftlichen Traumata in der palästinensischen Gesellschaft aufzuarbeiten und so einen positiven sozialen Wandel innerhalb der palästinensischen Gesellschaft anzustoßen. Im Zuge dieses Wandels sollen die friedensfördernden Kräfte in Palästina gestärkt und eine Fortsetzung des Friedensprozesses auf zivilgesellschaftlicher Ebene möglich gemacht werden. Dies soll darüber erreicht werden, dass benachteiligte Gruppen innerhalb der palästinensischen Gesellschaft, insbesondere Kindern und Jugendlichen, die Möglichkeit zu geben, mit Hilfe künstlerischer Mittel, insbesondere der Musik, Probleme zu thematisieren, aber auch Ideen bezüglich ihrer eigenen Entwicklung und der Entwicklung der Gesellschaft auszusprechen und umzusetzen.

Durch die Teilnahme an Trainings in Bereichen wie Musiktherapie und psychosoziale Arbeit werden Musiker, Sozialarbeiter und Therapeuten befähigt, die soziale Entwicklung der Kinder und Jugendlichen positiv zu beeinflussen. Aktivitäten der Öffentlichkeits- und Netzwerkarbeit sollten projektübergreifend positive Stimuli setzen und Multiplikationseffekte anstoßen.

Ein Zentrum für gesellschaftsorientierte Musiktherapie:

Nachdem die entsprechenden Räumlichkeiten gefunden wurden, sollen ein Musikstudio eingerichtet, Musikinstrumente angeschafft und Broschüren und eine Website erstellt werden. Um entsprechende Fachkräfte auszubilden, soll sich ein Team von 10 professionellen Musikern und 10 Sozialarbeitern zusammenfinden, die in Zusammenarbeit mit lokalen Universitäten und Universitäten in Deutschland innerhalb von vier Monaten zu Trainerinnen in Musiktherapie ausgebildet werden. Zusätzlich werden Workshops für insgesamt 200 Sozialarbeiter und psychologische Berater zum Thema Musiktherapie angeboten. Nach der Ausbildung wird das Programm in Jugendzentren in vier verschiedenen Flüchtlingslagern im Norden, in der Mitte und im Süden des Landes eingesetzt. Dort sollen die Jugendlichen eigene Tanz- und Musikstücke produzieren und vorführen.   


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