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Für eine gerechtere Welt
Logo und Link zur Website von Sinani/PSV
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Südafrika: Traumatisches Erbe

Die Nichtregierungsorganisation Sinani / Programme for Survivors of Violence (PSV) wurde bereits Anfang der 90er Jahre vor dem Hintergrund der alltäglichen und traumatisierenden Gewalt des Apartheidregimes gegründet. Gemeinsam mit Sinani unterstützt der WFD die Friedensarbeit in KwaZulu-Natal.

Leidvolle Geschichte

In den 80er Jahren war KwaZulu-Natal Schauplatz blutiger Auseinandersetzungen zwischen den Anhängern der konservativen Inkatha-Bewegung und des African National Congress (ANC). Der brutale Machtkampf wurde vom Apartheid-Regime gezielt gefördert. Noch heute sind die Nachwirkungen dieser gewalttätigen politischen Auseinandersetzungen deutlich spürbar. Sie äußern sich in gegenseitigem Misstrauen, in häuslicher Gewalt, in Alltags- und Beschaffungskriminalität und in gewalttätigen Auseinandersetzungen unter Jugendlichen. Ein weiteres Resultat der leidvollen Geschichte sind Armut und Arbeitslosigkeit.

Friedensarbeit und Gemeindeentwicklung

Sinani unterstützt die Gemeinden KwaZulu-Natals dabei, den Teufelskreis der Gewalt zu durchbrechen, der Persönlichkeiten und gesellschaftliche Strukturen zerstört. Mit behutsamer Trauma- und Versöhnungsarbeit fördert Sinani individuelle und soziale Heilungsprozesse.

Eine von Sinani initiierte große Reinigungszeremonie im Jahr 2007 ragt dabei als Meilenstein hervor. Wichtige Persönlichkeiten KwaZulu-Natals riefen in deren Rahmen zu gegenseitigem Respekt auf und traten öffentlich für gewaltfreie Konfliktlösungen ein. Eine Zeitung von und für Jugendliche stärkt das Ansehen der Organisation und ihrer Arbeit.

Perspektiven entwickeln

Um der hohen Arbeitslosigkeit entgegenzuwirken, versucht Sinani wirtschaftliche Perspektiven aufzuzeigen. Dafür werden Kleinprojekte für Frauen und Jugendliche initiiert und Entwicklungsforen unterstützt. Lokale Wirtschaftsentwicklung ist eine wichtige Voraussetzung zur Bekämpfung der Armut.

Langjährige Partnerschaft

Die Zusammenarbeit von Sinani und Weltfriedensdienst entstand bereits 1999 im Rahmen des Inlandsprojekts "Wahrheit, Versöhnung, Gerechtigkeit". Seit dem Jahre 2001 unterstützt der WFD die Arbeit in KwaZulu-Natal personell und finanziell.