
Simbabwe: Gewaltfreie Konfliktbearbeitung
Das Projekt mit dem Partner CCMT stärkt die Konfliktbearbeitungs-kompetenz und Transformationsfähigkeiten lokaler Akteure in ausgewählten Gemeinden in der Midlands-Provinz Simbabwes. Damit trägt es zur Krisenprävention und Friedenskonsolidierung dieser Region und zur Versöhnung zwischen den beiden größten ethnischen Gruppen des Landes, den Shona und Ndebele, bei.
Die Gemeinden in Midlands sind, vor allem aufgrund ethnischer Konflikte, von konfliktivem Verhalten und politischer Gewalt gekennzeichnet, die durch unterschiedliche parteipolitische Interessen ausgenutzt und verschärft werden.
Dabei werden vor allem folgende Ziele gefördert:
- Gewaltfreie Bearbeitung von Konflikten in ausgewählten Gemeinden in Midlands durch Aufbau und Stärkung von lokaler ziviler Konfliktbearbeitungs- und Peacebuilding-Kompetenz.
- Aufbau und Stärkung von Gemeindestrukturen, die Konfliktinterventionen und Peacebuilding-Arbeit in den Gemeinden durchführen.
- Unterstützung und Stärkung der Organisation bei der Informationsdokumentation und beim Informationsmanagement sowie bei der Anwendung und Umsetzung eines Wirkungsanalysesystems.
Leidvolle Geschichte
Simbabwe ist aktuell mit großen Herausforderungen konfrontiert. Die politische Einigung der Government of National Unity verläuft nur sehr schwerfällig, Gesundheits- und Nahrungsmittelversorgung stellen große Probleme dar. Dazu kommt eine anhaltende Wirtschaftskrise, die ihren sichtbarsten Ausdruck in der Hyperinflation, zunehmenden Dollarisierung und im Zusammenbruch aller Wirtschaftszweige findet. Die letzten Wahlen haben den Kreislauf der politischen Gewalt noch einmal verschärft.
Traditionelle Autoritäten
PACDEF legt einen Fokus in der Arbeit auf die Stärkung der traditionellen Autoritäten in ihrer Führungsfähigkeit und in ihrer Konfliktbearbeitungskompetenz. Sie sollen ihr Amt wieder stärker im Interesse der Bevölkerung ausüben statt von Parteien und staatlichen Institutionen instrumentalisiert zu werden. Maßnahmen wie Fortbildung in Führungsfähigkeiten, Verhandlungsstrategien, Mediation, Demokratie und Menschenrechten befähigen Gemeindevorsteher und traditionelle Autoritäten in ihrer Handlungsfähigkeit.
Demokratische Kultur
Um Peacebuilding zu ermöglichen, sollen die Gemeindestrukturen und das demokratische Selbstverständnis der Bevölkerung gestärkt werden. Dadurch wird die Bevölkerung dazu angeregt, Entscheidungen von lokalen und traditionellen Autoritäten kritisch zu hinterfragen damit ihre Interessen mit Berücksichtigung finden. GemeindevertreterInnen werden über Veranstaltungen zu Gewaltfreiheit im öffentlichen Zusammenleben, zu Toleranz, zum Verständnis von Good Governance sowie zur Einhaltung der Menschenrechte motiviert.
Querschnittsthemen im Projekt
Eine Sensibilisierung für die Themen HIV/AIDS und Geschlechtergerechtigkeit wird erreicht, indem diese Themen in Gemeindetrainings und öffentlichen Veranstaltungen diskutiert werden. Beide Themen werden immer wieder von den Gemeinden als konfliktbegleitend, -verschärfend oder -verursachend benannt.es, es, einen Beitrag zur Krisenprävention durch Krisenkonsolidierung auf Gemeindeebene in ausgewählten Distrikten der Manicalandprovinzen zu leisten.
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