deutsch|english|português|français|
A
Um die Seite zu verkleinern drücken Sie bitte ctrl und -
A
Um die Seite zu vergrößern drücken Sie bitte ctrl und +
Für eine gerechtere Welt

Guinea-Bissau: Stärkung der Zivilgesellschaft

Das Projekt unterstützt die Bevölkerung im Nordwesten des Landes. Die Menschen werden häufig Opfer bewaffneter Auseinandersetzungen und Überfälle unterschiedlicher Interessengruppen. Es arbeitet dabei eng mit drei lokalen Nichtregierungsorganisationen zusammen.

Im Nordwesten des politisch instabilen Guinea-Bissau überschneiden sich bewaffnete ethnische Konflikte mit dem Kampf zwischen Regierungsarmee, Flüchtlingen und Rebellen aus der senegalesischen Casamance sowie Spannungen zwischen verschiedenen Armeefraktionen, die sich in bewaffneten Meutereien äußern und früher schon zu Putsch und Krieg auf nationaler und übernationaler Ebene geführt haben.

Angespannte Lage - Atmosphäre der Angst

Die Fronten zwischen diesen unterschiedlichen Gruppen sind unklar und für die Menschen in der Region nicht nachvollziehbar. Sie sind Leidtragende politischer Auseinandersetzungen, die sie nicht verstehen. Besonders dramatisch für die wirtschaftliche Situation der Menschen ist die große Anzahl von Viehdiebstählen, die den Viehzüchtern die Existenzgrundlage nehmen. Von den örtlichen Sicherheitskräften ist keine Hilfe zu erwarten. Sie sind entweder selbst parteiisch oder mit der Lage völlig überfordert.

Annäherung durch Dialog

Das Projekt des Zivilen Friedensdienstes, das vom Weltfriedensdienst durch eine Friedensfachkraft unterstützt wird, wendet sich an die Bevölkerung der Unruheregionen Oio und Cacheu, in denen etwa 400.000 Menschen leben. Ein wichtiges Ziel ist es, mit den Meinungsführern der unterschiedlichen Konfliktparteien, mit religiösen und traditionellen Führern einen andauernden und konstruktiven Dialog zu führen.

Alternativen zur Gewalt

Ähnlich wie in anderen Ländern - zum Beispiel in der benachbarten Casamance - sollen Friedenskomitees eingerichtet werden, die dazu beitragen, dass Konflikte angesprochen und gewaltfrei gelöst werden. Wichtig sind auch wirtschaftliche Mikroprojekte, die den Menschen neue Einkommensquellen erschließen und die ökonomische Situation der Region insgesamt verbessern.


Alternativen zu Genitalverstümmelung fördern

In Guinea-Bissau werden jährlich 2000 Mädchen beschnitten. Als Teil der Initiationsriten markiert die Beschneidung den Übergang des Kindes zur Frau. Sie hat schwerste gesundheitliche, seelische und soziale Folgen - lebenslänglich. Der WFD fördert zusammen mit lokalen Partnerorganisationen alternative Initiationsrituale, um möglichst viele Mädchen vor dem blutigen Ritual der Beschneidung zu schützen. 


Hier helfen Sie mit.