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Für eine gerechtere Welt

Dachverband äthiopischer Viehzüchter in gewaltfreier Konfliktbearbeitung stärken

Um an einem nachhaltigen Frieden in den pastoralen Regionen Äthiopiens zu wirken, arbeitet der WFD mit dem Dachverband Pastoralists Forum Ethiopia an dessen institutionelle und konzeptionelle Stärkung in den Regionen Oromia und Somali.

Äthiopien ist langjährig von politisch-militärisch-autoritären Systemen dominiert worden, in der die inner- und außergesellschaftlichen Konflikte in der Regel nicht konstruktiv bewältigt, sondern vielmehr durch Repression unterdrückt oder durch den Einsatz von Gewalt ausgetragen wurden. Es herrschen schwierige ökonomische und z.T. ökologische Bedingungen, ungelöste Landfragen sowie eine lang anhaltende Ethnisierung interner wie auch grenzüberschreitender Konflikte. Äthiopien hat eine Bevölkerung von ca. 80 Millionen Menschen, davon gehören ca. 12-15 Millionen Pastoralen Gemeinden an, was über 15 % der Gesamtbevölkerung entspricht. Mehr als ein Viertel der Bevölkerung gilt als arm und die Lebenserwartung beträgt bei Männern 41 Jahre und bei Frauen 43 Jahre.

Die Projektaktivitäten sollen zu einem nachhaltigen Frieden in den Pastoralen Regionen Äthiopiens vor allem durch die institutionelle und konzeptionelle Stärkung des Dachverbandes „Pastoralists Forum Ethiopia“ (PFE) und dessen Fortbildung in zivilen Konfliktbearbeitung, Lobby- und Advocacyarbeit, beitragen. Der Dachverband dient als Multiplikator, dass heißt die Stärkung des Dachverbandes trägt dazu bei, dass der Dachverband die Mitgliedsorganisationen besser unterstützen kann in deren Weiterbildung in Konflikt-bearbeitungsmethoden sowie bei der Intervention im Rahmen von Konflikten vor allem auf regionaler und nationaler Ebene. Dabei wird auch die Möglichkeit eruiert, inwieweit PFE auf regionaler und auf nationaler Ebene als Anlaufstelle für Konflikte im Bereich Pastoralismus dienen kann.

Durch die Förderung des Dialogs und der Stärkung traditioneller Konfliktbearbeitungsmethoden soll das Projekt zur konkreten Konfliktbearbeitung zwischen den Pastoralen Gemeinden der Borana und Somali (Oromia und Somali Provinzen in Südäthiopien) beitragen. Darüber hinaus wird die Stärkung der guten Regierungsführung und Organisationsentwicklung auf lokaler Ebene gefördert und mit einer breiten Beteiligung der entsprechenden Akteure in der Konfliktbearbeitung wird zu einer friedlichen lokalen Koexistenz beigetragen und die Friedenskonsolidierung in den angrenzenden Gebieten gefördert.

- Stärkung des Dachverbandes im Bereich Konfliktbearbeitung und Lobby- und Vernetzungsarbeit;

- Untersuchung über Stand und Ursache der Konflikte in der Zielregion und Erarbeitung von möglichen Frühwarnsystemen

- Weiterbildung in Methoden der Konfliktbearbeitung in der Zielregion;

- Konfliktintervention in den Regionen der Mitgliedsorganisationen, regionale Pastorale Räte, vor allem in Oromia und Somali bezüglich der Konfliktlinie zwischen Pastoralen Gemeinden der Borana und Somali;

- Projektplanung, -monitoring, Evaluierung


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