
Brasilien: Das Projekt Erê in Maceió
Vorschul- und Straßenkinderprojekt für sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche
Die Situation
Maceió ist eine Millionenstadt im Nordosten Brasiliens. Weiße Sandstrände und ein boomender Tourismus vermitteln ein idyllisches Bild – doch der Schein trügt. Denn abseits der Strandpromenade leben viele Kinder und Jugendliche auf der Straße. Sie schlafen auf Kartons, ernähren sich von Abfällen und sind Freiwild für Polizei und Bevölkerung. Den meisten fehlt die Kraft, sich selbst aus dem Teufelskreislauf aus Drogen, Kriminalität und Prostitution zu befreien.
Anlaufstelle Erê
Für etwa 50 Straßenkinder im Alter von 12 bis 18 Jahren aus dem Armenviertel Vila Brejal ist das Centro Erê eine regelmäßige Anlaufstelle. 1987 von einer Gruppe Sozialarbeiter gegründet, kümmern sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter um die Kinder. Im Zentrum erhalten sie wie auch ihre Familien soziale und psychologische Betreuung. Ziel ist es, Familien wieder zusammenzuführen und Kindern einen normalen Schulbesuch zu ermöglichen, damit sie sich wieder in die Gesellschaft integrieren können. Künstlerische, kulturelle und sportliche Aktivitäten ermöglichen es den Kindern, Selbstvertrauen und Eigenverantwortlichkeit zu gewinnen und die eigene Situation zu reflektieren. Ein Familienbegleitungsprogramm vermittelt den Eltern wichtige soziale Kompetenzen zu Themen wie Erziehung, Hygiene und Gesundheit, Kinderrechte und häusliche Gewalt.
Vorschule „Erê Canta Sabiá“
In der Vorschule erhalten durchschnittlich 85 Kinder im Alter zwischen 4 und 7 Jahren aus sozial besonders benachteiligten Familien regelmäßig Unterricht im Lesen und Schreiben. Die Kleinsten erfahren eine pädagogische und psychologische Betreuung, die auf ihre Lebensumstände zugeschnitten ist. Täglich gibt es eine ausgewogene Mahlzeit.
Die Erfolge lassen sich sehen
Im Februar 2011 erhielt das Projekt eine nationale Auszeichnung als das hilfreichste Projekt seiner Art im Bundesstaat Alagoas. Ein sehr erfreulicher und hoch motivierender Erfolg. Erê und seine Unterstützer sind auf dem richtigen Weg.
Herausforderungen
In der nahen Zukunft soll in Marechal de Odoro eine Zufluchtsstätte für Straßenmädchen entstehen, um sie vor häuslicher und sexueller Gewalt zu schützen. Ein Grundstück ist schon vorhanden, doch für den Bau, die Einrichtung und die Finanzierung des Personals fehlen die Mittel. Auch für dringend nötige Ausbildungsprojekte, für die Instandhaltung der Vorschule und für die Kulturhalle, in der die künstlerischen Aktivitäten stattfinden, werden Mittel benötigt.
Was kann ich tun?
- Schon 10€ sichern eine tägliche warme Mahlzeit für 40 Vorschulkinder.
- Mit 50 € finanzieren Sie die medizinische, psychologische und schulische Betreuung eines Kindes.
Vielen Dank für ihre Unterstützung!
WFD- Partnerschaftsgruppe
Unser großer Dank geht an die Partnerschaftsgruppe Halstenbek, die zusammen mit dem Verein „menino e.V.“ / Sinzig seit 1997 das Projekt Erê mit einem monatlichen Gehaltszuschuss von etwa 2.800 Euro unterstützt.
Hier helfen Sie mit.

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