Tansania – Bildung für Jugendliche
Die Situation
In Njombe, im südwestlichen Hochland Tansanias, herrscht großer Mangel an staatlichen Sekundarschulen. Lediglich 20 Prozent der Schulabgänger der Primarschule (Klasse 1-6) erfahren weiterführende Bildung an einer Sekundarschule. Viele Jugendliche ländlicher Gebiete stammen aus sozial schwachen Familien. Aufgrund der Entfernung zwischen Wohnort und Schule sowie dem hohen Schulgeld für Privatschulen, können sich die meisten Eltern eine zukunftsorientierte Sekundarschulbildung für ihre Kinder nicht leisten.
Bildungschancen
Die „Association of Retired Teachers“ (A.R.T) wurde 1997 von ehemaligen Lehrerinnen und Lehrern des Njombe Districts ins Leben gerufen. Ihr größtes Anliegen ist es, Bildungsmöglichkeiten für sozial benachteiligte Menschen aller Altersklassen bereitzustellen. So begannen sie 2004 mit dem Aufbau der Wende Secondary School.
Hier werden Schülerinnen und Schüler aus den ländlichen Gebieten des Njombe District, die nach der Grundschule keinen Platz an einer weiterführenden staatlichen Schule bekommen haben, speziell gefördert und bis mittleren oder Hochschulreife unterrichtet.
Der Zugang zu erweiterter Bildung im ländlichen Raum bietet eine wichtige Grundlage zur Steigerung des künftigen Einkommens.
Erfolge und künftige Herausforderungen
Durch das Engagement der A.R.T., der ländlichen Bevölkerung und der treuen Unterstützer aus Deutschland konnte seit 2004 eine gut ausgebaute Internatsschule entstehen. Seit dem ersten Schultag im März 2004 schlossen mittlerweile drei Jahrgänge die Sekundarschule erfolgreich ab. Doch damit nicht genug, auch die ersten Abiturienten, die in Wende angefangen haben, beendeten auf anderen Schulen die Oberstufe und suchen jetzt nach Studienmöglichkeiten. Insgesamt besuchen jährlich ca. 300 Schüler-/innen die Wende Sec. School.
Um weiteren Schülerinnen und Schüler eine gute Bildung zu ermöglichen, wird die Eröffnung einer Oberstufe in Angriff genommen, mit je einer natur- und einer geisteswissenschaftlichen Klasse zu je 30 Schüler/-innen. Erste Maßnahmen sind getroffen. Alle notwendigen Klassenzimmer und das gesetzlich vorgeschriebene Verwaltungsgebäude sowie ein Computerraum mit Ausstattung sind gebaut. Das Abitur, besonders mit naturwissenschaftlicher Ausrichtung, ist Sprungbrett zum Studium. Das Land braucht dringend gut ausgebildete Fachkräfte.
Wie kann ich helfen
Um einen staatlich anerkannten Hochschulabschluss zu gewährleisten, muss die Wende Secondary School staatlichen Richtlinien genügen. Um diese zu erfüllen, benötigt die Wende Sec. School noch weitere Finanzierung. Die Oberstufen-Klassenzimmer haben noch keine Möbel und die Jugendlichen benötigen Fachschulbücher. Vorgeschrieben sind von jedem Lehrbuch 10 Exemplare/ Klassenstufe.
Projektpartnerschaften/UnterstützerInnen
Träger des Projektes in Tansania ist die Association of Retired Teachers (A.R.T), eine Organisation der Zivilgesellschaft, die das Bildungswesen - Grundschul-, Sekundarschul- und Erwachsenenbildung- innerhalb des Njombe Districts fördert.
Unsere besondere Anerkennung gilt unseren langjährigen Unterstützern. Zum einen Gertrud Limbach und dem Partnerschaftsverein des Hildegard-von-Bingen Gymnasiums für die Unterstützung bei Aufbau, Erweiterung und entsprechender Modernisierung der Schule. Zum andern danken wir der Realschule Elsenfeld. Sie ist seit über als 20 Jahren in der Eine-Welt-Arbeit aktiv und langjähriger Partner des Weltfriedensdienst. Seither ermöglichte sie vielen Kindern in Brasilien und Tansania den Kindergarten- oder Schulbesuch. Seit 2007 unterstützen die Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer der Realschule Elsenfeld mit insgesamt 8 Stipendien jährlich die sozial benachteiligten Schülerinnen und Schülern in Tansania.
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