
Süd-Nord-Partnerschaften
"Eine Partnerschaft ist eine ganz besondere Chance, über den Tellerrand zu schauen, aufeinander zuzugehen, voneinander zu lernen und miteinander etwas zu verändern."
Entwicklungspolitische Bildungsarbeit wird beim Weltfriedensdienst ernst genommen. Ein Schwerpunkt der Arbeit ist daher die Vermittlung und Unterstützung von Projektpartnerschaften.
55 Partnerschaftsgruppen extistieren zur Zeit in der Bundesrepublik. Mit vielfältigen und phantasievollen Aktionen unterstützen sie Projekte in Afrika, Lateinamerika und Palästina. Aber auch Einzelpersonen können eine Projektpartnerschaft übernehmen.Das Angebot einer Projektpartnerschaft richtet sich an Menschen, die einen Beitrag zu einer gerechteren und solidarischen Welt leisten möchten. Projektpartnerschaften zeigen Gruppen und interessierten Einzelpersonen ein konkretes Handlungsfeld auf, eröffnen neue Perspektiven auf die Nord-Süd-Problematik und lassen gegenseitiges Verständnis wachsen.
Eine Partnerschaftsgruppe kann jeder ins Leben rufen: die Eine-Welt-Gruppe, eine Schule oder eine Kirchengemeinde oder auch ein privater Spenderkreis. Partnerschaftsgruppen erhalten vom Weltfriedensdienst umfangreiche Unterstützung. Der Weltfriedensdienst verschickt regelmäßig ausführliche Projektberichte und Partnerschaftsrundbriefe. Einmal im Jahr - im Herbst - findet ein Partnerschaftsseminar statt, um Erfahrungen und Anregungen auszutauschen und das Partnerschaftsnetzwerk noch enger werden zu lassen. Der WFD vermittelt entwicklungspolitische ReferentInnen und stellt Ausstellungen zur Verfügung.
Brasilien: Gemeinschaftsprojekte in Ribeiropolis
Die Region gehört zu den ärmsten ihres Bundesstaates und hat mit schwierigen klimatischen Bedingungen und mangelhafter Versorgung zu kämpfen. In vier Landgemeinden werden verschiedene Projekte gefördert.
Ghana: Eine Schule für Nima
Nima liegt in Ghanas Hauptstadt Accra. Trotz staatlicher Schulpflicht geht dort nur ein Drittel der Kinder zur Schule. Um diesem Missstand zu begegnen, wurde 1975 die Anani Memorial International School gegründet.
Guatemala: Luz en mi vida
"Licht meines Lebens" heißt diese Schule für behinderte Kinder und Jugendliche in Poptún im Norden Guatemalas. Gegründet durch eine Elterninitiative ist sie eine in der Region einmalige Fördereinrichtung.
Guinea-Bissau: Grundschulen für Boé
Die schwer zugängliche und dünn besiedelte Provinz Boé im Osten Guinea-Bissaus gehört zu den unterversorgten Regionen des Landes. Mit dem Bau von Schulen wird dem Bildungsnotstand entgegen gewirkt.
Namibia: Kindertagesstätten für Katutura
In dem ehemaligen Township Katutura, westlich von Nambias Hauptstadt Windhoek, leben mittlerweile etwa 130.000 Menschen auf engstem Raum. Mit der Einrichtung von Tagesstätten wird den Kleinsten ein Platz geschaffen.
Namibia: Krisenfonds für Waisenkinder
Namibia gehört zu den von HIV am heftigsten betroffenen Ländern der Welt. Etwa 160.000 Aidswaisen, d.h. über 30 Prozent aller Kinder unter 18 Jahren, haben einen oder beide Elternteile durch die tödliche Krankheit verloren.

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