Die alte Leier - Militärische Lösungen für soziale Probleme!
Vom 31. Januar bis 2. Februar findet in Berlin die „International Urban Operations Conference“ statt.
Unter dem Motto „Komplexe Herausforderungen in städtischen Gebieten lösen“ treffen sich Teilnehmer aus über 40 Ländern mit Vertretern von Rüstungsindustrie und Bundeswehr, um sich über „technische Schutzmaßnahmen“, Waffen und Munition oder „zivil-militärische Zusammenarbeit“ auszutauschen. Die Veranstalter beobachten das Wachstum großer Ballungsgebiete mit Sorge und beschwören die Gefahr von Instabilität, terroristischen Aktionen und Kontrollverlust herauf. Als Gegenmittel werden militärische Wege propagiert. In einer Ausstellung präsentieren Rüstungsunternehmen ihre Produkte und Dienstleistungen.
Organisiert wird die Militärtagung von der Deutschen Gesellschaft für Wehrtechnik, unterstützt vom Bundesverteidigungsministerium und gesponsert von großen Industrieunternehmen u.a. von Saab und Zeiss. Zu den Teilnehmern gehören bitterarme Länder wie das westafrikanische Niger und Burkina Faso. Sie belegen im Human Development Index (HDI) der Vereinten Nationen die Plätze 186, und 181 von insgesamt 187 bewerteten Staaten. In beiden werden innenpolitische Konflikte gewaltsam ausgetragen.
Schon die Gründer des Weltfriedensdienstes waren vor 50 Jahren überzeugt, dass die Welt nur durch mehr Gerechtigkeit sicherer wird. „Die Welt wird nicht sicherer durch mehr, sondern nur durch weniger Waffen!" Soziale Probleme lassen sich nur zivil lösen, keinesfalls militärisch.
Die Veranstaltung verdeutlicht die militärische Herangehensweise an Probleme sozialer Natur. Der Weltfriedensdienst setzt sich entschieden für eine Lösung ohne Militär ein: es muss ein Mindestmaß an sozialer Gerechtigkeit herrschen, um den Frieden zu sichern. Militärische Ansätze sind entschieden der falsche, weil teuerste und ineffektive Weg!
Alle 39 Teilnehmerländer der Tagung im Berliner Hotel Maritim proArte im Überblick:
Ägypten, Argentinien, Aserbaidschan, Belgien, Burkina Faso, Chile, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Indien, Israel, Italien, Japan, Kanada, Kenia, Libanon, Luxemburg, Niger, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Russland, Saudi Arabien, Schweden, Schweiz, Singapur, Slovakei, Spanien, Südkorea, Thailand, Tschechien, Ukraine, Ungarn, USA, Venezuela, Vereinigte Arabische Emirate.

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